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Analyse

Wie nah ist AGI? Ein Fähigkeits-Check

Zuletzt aktualisiert: 2026-07-16
Näher, als Skeptiker sagen, weiter, als Optimisten behaupten. Mitte 2026 meistert Spitzen-KI viele Wissensarbeits-Tests — ~83 % bei GDPval, ~80 % bei SWE-Bench Pro, Agenten im Produktivbetrieb — hat aber die entscheidende Linie nicht überschritten: KI-Forschung eigenständig von Anfang bis Ende zu betreiben. Bei der Fähigkeit sind wir tief im «sehr fähigen Assistenten», noch nicht im «einsetzbaren Forscher».

Was bereits da ist

Agentisches Programmieren nahe Menschenniveau bei vielen Aufgaben (~80 % bei SWE-Bench Pro), starke Wissensarbeit (~83 % bei GDPval) und Agenten, die mehrstufige Abläufe im Produktivbetrieb ausführen. Die Rechenleistung wächst weiter um ~0,5 Größenordnungen pro Jahr. Die reine Fähigkeit ist nicht mehr der Engpass.

Das fehlende Teil

Kein System betreibt KI-Forschung eigenständig von Anfang bis Ende — die Latte, die die meisten als AGI-entscheidend ansehen. Mängel bei Zuverlässigkeit, Langzeitgedächtnis und dauerhafter Autonomie bleiben. Deshalb gilt die AGI-Prognose für 2027 als Offen und wird vor dem 1. Januar 2028 entschieden.

Häufige Fragen

Sind wir 2026 nah an AGI?

Bei der Fähigkeit ja und nein: Spitzen-KI besteht viele Wissensarbeits-Tests (~83 % GDPval, ~80 % SWE-Bench Pro), betreibt aber noch keine eigenständige KI-Forschung, die entscheidende Linie.

Was fehlt heutiger KI für AGI?

Zuverlässigkeit, Langzeitgedächtnis und dauerhafte Autonomie, um komplexe Forschung ohne ständige menschliche Aufsicht von Anfang bis Ende durchzuführen.

Wann überschreiten wir diese Linie?

Öffentliche Prognosen reichen von 2026 (Musk) und 2027 (Aschenbrenner) bis ~2030 (Hassabis), 2033 (Metaculus) und 2040 (akademische Umfragen). 2027 ist die nächste konkrete Frist.

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